Suchen

    klick Kultur - Kultur klick
    Artikelnummer:
    Artikel:

Meldungen

    Politische Kultur
    Stadtrat Benedikt Suttner bleibt stark: Er lehnt Freikarten für die Schlossfestpiele und WM-Baseball-Spiele ab und stellt damit grundsätzlich die "Zuwendungspolitik" für die ehrenamtlichen Bürgervertreter infrage.

    Digitale Nomaden
    Universitätsbibliothek Regensburg unterstützt den Aufbau einer Datenbank zum Thema Tourismus und Reisen.

    Büchereien in den Ferien geöffnet
    Stadtbüchereien stehen während der Sommerferien nahezu wie gewohnt zur Ausleihe offen.

    Qingdao achte Partnerstadt
    Die aufstrebende junge Millionen-Metropole an der Küste des chinesischen Meeres wird Regensburgs achte Partnerstadt.

Video der Woche

    Jeden Tag ein Porträt-Foto, 2356Tage, 2356 Fotos. Mit Musik von Carly Comando hinterlegt. Stop Motion in Progress.

Internetzeitung

Vorschau

Noch strahlt das Kunstforum mit seiner Lovis Corinth-Ausstellung, da wirft schon ein weiteres Highlight seine Schatten voraus: Arno Schmidt als Fotograf.

 Als unbequemer Einzelgänger ist Arno Schmidt (1914-79) schon früh in die deutsche Literaturgeschichte eingegangen. Unbekannt ist, dass der Schriftsteller bereits ab 1949 als professioneller Amateur leidenschaftlich fotografierte. Eine Auswahl von etwa 150 Farb- und Schwarzweiß-Fotografien des Literaten präsentiert im Frühjahr 2009 erstmals das Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg in Zusammenarbeit mit der Arno Schmidt-Stiftung und Janos Frecot, dem ehemaligen Leiter der Fotoabteilung der Berlinischen Galerie.

Die Schau beleuchtet damit eine bislang unbekannte Seite des seit 1958 in Bargfeld in der Lüneburger Heide äußerst zurückgezogen lebenden Autors, der bereits zu Lebzeiten mit den höchsten deutschen Literaturauszeichnungen wie dem Goethe-Preis geehrt wurde. Neben dem literarischen Werk stellte Arno Schmidt in den Jahren 1949 bis zum Todesjahr 1979 weit über 2.500 Farb- und mehr als 1.000 Schwarz-Weiß-Dias her.

"Wie in seinen Büchern zielt Schmidt in seinen Fotografien auf die Abläufe und inneren Zusammenhänge der Welt in ihrer Gesamtheit ab", sagt Dr. Roman Zieglgänsberger, Leiter der Grafischen Sammlung. "Als stiller Chronist schildert er präzise sein direktes Umfeld, seine Landschaft, sein Dorf, sein Haus oder seinen Garten. All diese Details stehen bei ihm jedoch, quasi als pars pro toto, immer für das Ganze. Erst durch diese beharrliche Beobachtung verschafft er den oberflächlich gesehen eigentlich langweiligen Dingen eine unermessliche bildliche und emotionale Präsenz."

Foto: Arno Schmidt "Kuhweide und selbst"
 

 

21.12.08 - michael kroll

Kommentare
Ihr Kommentar
 

 

  

 
 
Internetzeitung | Impressum | ©2009 Verlag Michael Kroll