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Schlossgaststätte Schwindegg wird renoviert

Zur Instandsetzung der ehemaligen Schlossgaststätte in Schwindegg (Landkreis Mühldorf am Inn, Regierungsbezirk Oberbayern) hat Kunstminister Thomas Goppel für die Jahre 2008 und 2009 einen Zuschuss in Höhe von insgesamt 770.000 Euro aus dem Entschädigungsfonds für die Denkmalpflege bewilligt.

Der Entschädigungsfonds wird gemeinsam vom Freistaat Bayern und den Kommunen getragen.

Der längs der Goldach gelegene stattliche Putzbau der zweigeschossigen Schlossgaststätte ist historisch, architektonisch und städtebaulich dem benachbarten Renaissanceschloss Schwindegg zuzuordnen. Das Renaissanceschloss ist von bayernweiter Bedeutung: Wesentliche Teile des bebauten Umgriffs sind erhalten, darunter der Wirtschaftshof und die historische Schlossgaststätte. Die beiden gemauerten und verputzten Renaissance-Portale der Schlossgaststätte lassen eine Datierung in die Zeit um 1600 zu. Das Dachwerk wurde 1604 aufgeschlagen. Die erdgeschossigen Räume und Keller gehen in die Erbauungszeit am Übergang der Renaissance zum Frühbarock zurück. Im Obergeschoss des Gebäudes befindet sich ein großer Saalbau, an den sich verschiedene Räumlichkeiten anschließen, die den Charakter eines nachkriegszeitlichen Umbaus tragen. Der vermutlich im 19. Jahrhundert errichtete oder erneuerte Wirtschaftsteil ist wesentlicher Bestandteil der historischen Veränderungsgeschichte.

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege war bei Konzeption und Planung beratend tätig und wird die Maßnahme denkmalfachlich betreuen.

google maps 

- Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

 

6.09.08 - Redaktion

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