Regensburger Kultur- und Kongresszentrum
Ist das sogenannte RKK auf dem Ernst-Reuter-Platz realisierbar?Archäologische Gutachten sollen dies in der nächsten Zeit klären.
Um zu klären, ob ein Kultur- und Kongresszentrum im Bereich des Ernst-Reuter-Platzes verwirklicht werden kann, hat die Stadt Regensburg im baulich noch ungestörten Grünbereich zwischen Maximilianstraße und Keplerbau archäologische Sondagen in Auftrag gegeben. Dies geschieht in Form von Sondageschnitten von jeweils etwa zwei Metern Breite und rund 20 Metern Länge, die so angeordnet werden, dass die vorhandenen Bäume und deren Wurzelräume geschützt bleiben. Die Arbeiten werden voraussichtlich am 19. November beginnen und mehrere Wochen andauern.
Am 8. Oktober 2008 hatte der Regensburger Stadtrat beschlossen, das Keplerareal am Ernst-Reuter-Platz als Standort für ein Kultur- und Kongresszentrum weiter zu verfolgen. Darüber hinaus wurde die Verwaltung beauftragt, vor dem Einstieg in aufwändige Planungen zunächst die Realisierungsfähigkeit dieses Standortes abschließend zu klären. Insbesondere muss nun ermittelt werden, ob sich im Umgriff des geplanten Bauvorhabens Gräber des großen jüdischen Friedhofes aus der Zeit von 1210 bis 1519 befinden. Aufgrund historischer Quellen kann dies nicht ausgeschlossen werden.
Die Ausgrabung eines jüdischen Friedhofes würde nach jüdischem Glauben die Schändung heiligen Bodens bedeuten. Aus Respekt vor den jüdischen Begräbnisstätten würde damit voraussichtlich eine Realisierung des Projektes an diesem Standort scheitern.
Die Stadt Regensburg bittet um Verständnis, dass es im Zuge der Grabungstätigkeit zu Behinderungen insbesondere für Fußgänger kommen wird.
(Quelle: Stadt Regensburg, 14. November 2008)
15.11.08 - online redaktion
