Altstadtbus gehört zur Altstadt
In die Diskussion um den Regensburger Altststdtbus hat sich nun der Geschäftsführer der Regensburger Verkehrsbetriebe GmbH, Bernd-Reinhard Hetzenecker eingeschaltet.
Die RVB veröffentlich sechs Thesen ihres Geschäftsführers Hetzenecker
1. Die Altstadt ist ein Standort mit einer prosperierenden vielfältigen Nutzung
Trotz oder gerade als Kulturerbe muss sich die Altstadt ihr blühendes Leben und ihre vielfältigen Nutzungen durch die Regensburger Bürger bewahren. Sie darf nicht auf ein Touristenviertel reduziert werden.
2. Nutzung erfordert Verkehr
Selbstverständlich muss der motorisierte Verkehr in der Altstadt auf das unumgänglich notwendige Maß begrenzt werden. Verkehr, auch motorisierter Verkehr, ist aber zwingend erforderlich, um die vielfältigen Nutzungen zu ermöglichen.
Fahrzeuge für den Bau- und Lieferverkehr sind ebenso erforderlich wie Taxen und Fahrzeuge für Anwohner und Hotelgäste. Zu den unverzichtbaren Fahrzeugen gehört auch der Altstadtbus, der täglich rund 3.500 Bürger unserer Stadt in die Altstadt bringt oder von dort zurück.
Es ist müßig darüber zu diskutieren, ob ein Teil dieser Fahrgäste nicht auch zu Fuß gehen könnte. Tatsache ist, dass ein nennenswerter Anteil der Fahrgäste mobilitätsbehindert und auf die Beförderung mit dem Altstadtbus angewiesen ist. Ein anderer Teil mag objektiv in der Lage sein, auf den Bus zu verzichten. Ob er dann weiterhin bereit ist, die Altstadt aufzusuchen oder sich andere Ziele außerhalb der Altstadt sucht, ist fraglich.
3. Der Altstadtbus hat einen verschwindend geringen Anteil am Restverkehr in der Altstadt
Der Altstadtbus verkehrt von Montag bis Freitag lediglich alle 10 Minuten und macht daher am gesamten Verkehrsaufkommen sowohl in der Gesandtenstraße als auch in der Platzfolge nur einen kleinen Teil aus. Die Wunschvorstellung, durch die Herausnahme des Altstadtbusses aus diesen Bereichen völlig ungestört vom Verkehr flanieren zu können, ist somit eine Illusion.
4. Der Altstadtbus ist umweltfreundlich
Im Zeitalter der strengen europäischen Abgasnormen moderner Motorentechnologie und Abgasnachbehandlung sehen manche leider immer noch „schwarze Rußwolken“, wo schon lange keine mehr sind.
Der Bus ist, was den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoß anbelangt, konkurrenzlos günstig.
5. Die Verkehrsbetriebe nehmen auf die Bürger in der Altstadt Rücksicht
Bereits vor 10 Jahren wurden die damals 4 Durchmesserlinien aus der Altstadt herausgenommen und durch den Altstadtbus als Zubringerbus ersetzt. Dies hat die Anzahl der Busfahrten erheblich verringert. Heute verkehrt der Altstadtbus gerade Mal alle 10 Minuten. Ein Passant, der durch die Gesandtenstraße geht, muss allenfalls einmal dem Bus ausweichen; wohl aber vielen anderen Fahrzeugen.
Die Busse rollen mit niedrigerer Motordrehzahl leise, langsam und vorsichtig durch Platzfolge und Gesandtenstraße.
Die Fahrer der Altstadtbusse begegnen mit äußerster Rücksicht den Passanten.
6. Fazit
Der Altstadtbus ist umweltfreundlich. Er stört nicht. Er leistet einen wichtigen Beitrag zum Wohlergeben der Altstadt.
(Quelle RVB)
12.11.08 - online redaktion
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