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Frauenpower

Seit Jahren ist für die „Bayerische 7“ ein Dultauftritt Pflicht. Die beliebte Damen-Combo hat Deutschland 1988 beim „Grand Prix der Volksmusik“ vertreten und für den Titel „s Dirndl, Dearndl!“ eine Goldene Schallplatte eingeheimst. TV-Auftritte machten die musikalischen Ladys bundesweit populär, sie sind Stammgast auf der Münchner Wiesn. Die musikalische Palette reicht von volkstümlichen Liedern und Stimmungshits über Schlager bis zu internationalen Evergreens. Heuer spielen sie am 13. Mai im Hahn-Zelt auf und Band-Chefin Traudl Müller ließ sich von uns vorab „verhören“.

 Hand aufs Herz! Sieben Frauen, aber seid ihr auch alle aus Bayern?
Nein, eine kommt aus Heidelberg, eine aus Friedrichshafen und eine gebürtige Pragerin spielt auch bei uns. Aber unsere Musik ist fest bay-erisch verwurzelt.


B7 gibt es seit über 20 Jahren. Wie bleibt man so lang so jung?
Jung hält uns einfach die Musik, aber wir verstehen uns auch gut innerhalb der Band, haben miteinander viele Höhen und Tiefen erlebt, das schweißt zusammen, macht uns stark und hält uns jung.


Wie motiviert ihr euch, Stimmung in eine Halle und die Festzelte zum Brodeln zu bringen?
Motivieren müssen wir uns nicht extra, denn alleine schon zu wissen, jetzt geht’s auf die Bühne, gibt uns einen Kick und wir vergessen alles, was vorher eventuell negativ oder stressig war – allerdings machen wir immer (während gerade unser Jingle läuft) zusammen unser Toi-toi-toi-Ritual und spornen uns somit an.


 Was macht eine Frauen-Band anders als eine rein männliche Combo – außer dass vielleicht die Herren im Publikum Stielaugen kriegen?
Frauen traut man oft nicht die Power zu, die man braucht, um 23 Jahre präsent zu sein – und wenn die Frauen dann auch noch gute Musik machen und Spaß und Fröhlichkeit rüberbringen (in Bühnenoutfits, die unsere Fraulichkeit betonen), dann ist das vielleicht der kleine Unterschied zu den männlichen Musikern. Aber sonst sind wir einfach auch nur Menschen, die gerne musizieren und den Weg gefunden haben, dies auf ihre Art zu zeigen.


Wer ist für das Bühnenoutfit von B7 verantwortlich?
Das wird immer gemeinsam geplant und festgelegt, dann lassen wir uns die Bühnenkleidung schneidern.


 Was absolviert ihr lieber: Live-Gigs im Bierzelt, TV-Auftritte oder im Studio stehen?
Live ist uns am liebsten, denn nirgends kann man die Musik so rüberbringen wie direkt vor Publikum. TV-Auftritte gehören dazu und machen allerdings auch Spaß, weil man Kollegen trifft und oft interessante Drehorte hat. Studioarbeit ist eine ganz andere Welt, macht aber auch einen Riesenspaß. An verschiedenen Titeln zu basteln, das eine oder andere mal anders zu singen oder zu spielen, so lange, bis es passt, und dann das Ergebnis zu hören, ist ein ganz besonderes Gefühl.


Welche neuen Titel bringt ihr mit zu eurem Dultauftritt? Euer letzter CD-Release ist immerhin schon drei Jahre her.
Wir arbeiten gerade an der neuen CD im Studio unserer Plattenfirma am schönen Tegernsee, daher steht noch nicht genau fest, was wir auf der Dult ins Programm aufnehmen werden.


B7 ist eine gefragte Formation. Ihr habt kürzlich eine USA-Tour absolviert, wie war’s? Was ist passiert?
Wir hatten Auftritte auf diversen USA-Oktober- und Bierfesten und lernten jede Menge Leute und atemberaubende Landschaften kennen. Immer wieder sind wir Gast bei Tycoon Donald Trump in Atlantic City, dort fühlen wir uns schon richtig zu Hause und haben dort jede Menge Fans, die bei unseren Gigs frenetisch mitgehen. Der logistische Aufwand, wie Instrumente transportieren, Mietwagen organisieren, ist immens. Wir spielen in Megahallen und kleinen Clubs, von daher kann uns nichts mehr so schnell stressen, haben Konzerte in New York und kleineren Orten bis hinein nach Kanada. Es ist schon ein faszinierendes Land. Aber am schönsten ist es, wieder in unser schönes Bayernland zu kommen.

(Alle Fotos Sieglinde Bandemehr)

 

6.05.09 - online redaktion

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