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Wilhelm Koch mit Eon-Preis ausgezeichnet

„Bayern ist ein Kulturstaat“, so heißt es in der weißblauen Länderverfassung. Was liegt also für ein potentes bayrisches Unternehmen wie E.ON näher als die Kultur nach Kräften zu fördern? Dies tun die bayerischen Energieversorger mit der jährlichen Auslobung des E.ON-Kulturpreises Bayern. Die sieben Preisträger, aus je einem Regierungsbezirk einer, in der Sparte „Kunst“ stehen fest. Für die Oberpfalz erhielt der Amberger Wilhelm Koch, der auch das dortige Luftmuseum leitet, die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung.

Die sieben Preisträger in der Sparte „Kunst“ des Kulturpreises Bayern der E.ON Bayern AG 2008 stehen fest. Auch in diesem Jahr hat die unabhängige Fachjury für den Kulturpreis Bayern aus den Vorschlägen der Bezirke je einen Preisträger pro Regierungsbezirk ausgewählt. Der Kulturpreis Bayern der E.ON Bayern AG, der unter der Schirmherrschaft des Bayeri¬schen Staatsministers für Wissenschaft, Forschung und Kunst steht, ist nicht nur eine wichtige Säule des gesellschaftlichen Engagements des Unternehmens, sondern soll auch helfen, den Fokus der Öffentlichkeit auf die kulturelle Vielfalt in allen bayerischen Regionen zu lenken.

Neben den Kunst- und Kulturschaffenden aus ganz Bayern werden auch herausragende wissenschaftliche Leistungen der besten Absolventen der bayerischen Universitäten, Hochschulen und Kunsthochschulen mit diesem Preis ausgezeichnet. In diesem Jahr wird der Kulturpreis Bayern am 30. Oktober 2008 im niederbayerischen Passau verliehen.

 Oberpfalz:
Wilhelm Koch Der Amberger Wilhelm Koch hat im Kontext von Neo-Dada und Prozesskunst ein Werk geschaffen, das in seiner Eigenständigkeit auch überregional Beachtung findet. Mit den eigenen Arbei¬ten, deren außergewöhnliche Werkstoffe Gummi und Luft sind, hat er ebenso wie durch zahlreiche Präsentationen anderer eigenwilliger Berufskollegen aus dem ganzen Bundesgebiet einen wesentlichen Beitrag dafür geleistet, neue Kunst in der Oberpfalz heimisch zu machen. In Wilhelm Koch besitzt die Oberpfalz ein Musterbeispiel modernen Künstlertums, das nicht im Elfenbeinturm lebt, sondern seinen Platz mitten in der heutigen Gesellschaft findet. In sei¬nen Kunstwerken ist die eigene Person zurückgesetzt oder ironisiert, der Gegenstand dieser Objekte und Aktionen ist die Entwicklung bereichsübergreifender Kommunikation. Sie schöpfen ihr Material und ihre Thematik unmittelbar aus unserer Gegenwart und ihren alltäglichen Vorgängen. Damit besitzen sie Modellcharakter für innovatives Handeln und Denken in allen Lebensbereichen. In einem weltoffenen Sinne sind Kochs Kunstwerke auch Ausdruck zeitgemäßer Heimatverbundenheit. Bis zum Jahr 2010 steht ein weiteres zentrales Projekt von Wilhelm Koch vor der Realisierung: Unter dem Motto „2500 Jahre Demokratie“ (490 v. Chr. – 2010) wird Koch die Glyptothek in Etsdorf verwirklichen – als Hommage an die demokratischen Wurzeln im antiken Griechenland. Koch leitet auch das „Luftmuseum“ im oberpfälzischen Amberg. Weitere Infos unter www.luftmuseum.de

 

30.08.08 - online redaktion

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