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Stadtseele

„Städte haben tatsächlich eine Seele. Auf den ersten Blick mag sie jedem ihrer Bewohner anders erscheinen, je nachdem wie lange er dort schon lebt und in welchen Straßen und Gebäuden ihm welches Lebensgefühl und welche Erinnerungen zuteil wurden. Doch so, wie die Menschen sich im tiefsten Inneren gleichen mögen, in Wunsch und Bedürfnis, so ist auch diese Seele, die man in sich trägt wie einen guten Freund, tief drinnen, in einem jeden, die gleiche.“ Dieses Zitat des Literaturnobelpreisträgers Orhan Pamuk war für Menschen aus dreizehn verschiedenen Herkunftsländern Ausgangspunkt, um in Photographien und Texten zu beschreiben, was für sie die Seele der Welterbestadt Regensburg ausmacht.

 Ihre ganz persönlichen Einblicke sind jetzt in einer Ausstellung im Lesesaal der Stadtbücherei am Haidplatz zu sehen. Beteiligt haben sich frühere Projektteilnehmer und Mitarbeiter des Projekts MIR, das bis Ende August 2008 drei Jahre lang vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge an der Volkshochschule Regensburg gefördert wurde. Sie stehen stellvertretend für die 28 000 Menschen mit Migrationshintergrund - in etwa jeder fünfte Regensburger – denen Regensburg eine Heimat geworden ist.

Die ausgestellten Werke bestätigen die Worte des Schriftstellers: Städte haben tatsächlich eine Seele, unabhängig davon, aus welcher Kultur die Menschen kommen und in welcher Lebenssituation sie sich befinden. Veranstalter der Ausstellung sind die Stadtbücherei und die Volkshochschule der Stadt Regensburg. Sie kann bis zum 2. Oktober 2008 während der üblichen Öffnungszeiten von Dienstag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr und am Samstag von 10 bis 16 Uhr kostenlos besucht werden.

(Text: Stadt Regensburg, Fotos: Dinorah Laras aus Mexiko)


"Hallo, ich bin Dinorah mit meinem Sohn Balthazar. Als Mutter genieße ich alle Orte, wo mein Sohn glücklich ist. Sie sind Plätze mit Brunnen. Besonders am Kohlenmarkt. Er ist davon so begeistert, dass er mich allein dort führen kann. Ich persönlich finde das Donauufer ganz toll. Zwischen Steinerner Brücke und Eisenbahnbrücke gibt es die Ruhe und trotzdem viel Aktivität. Wir werfen oft Steine zum anderen Fluss, es ist toll, dass man ohne Ausflug die Natur genießen kann."
 

 

17.09.08 - online redaktion

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