Seilschaften
Bilder des Fürther Malers Clemens lang zeigt die Sigismundkapelle in der Ausstellung "cordata" vom 3. Juni bis 17. Juni 2009. Vernissage ist am 2. Juni 2009 ab 19.30 Uhr.
„Cordata“ = Seilschaft, zwei Seiten einer Medaille
„Legarsi in cordata“ bedeutet „sich anseilen“.
„Eine Hand wäscht die Andere“ sagt der Volksmund augenzwinkernd. „Cordata“ – ist auch Mafia:
- den Netzen dieser „Gemeinschaft“ entkommt keiner
- das „Geben und Nehmen“ ist dort pervertiert
Aber auch:
- Vernetzungen sind soziale Überlebensstrategien der Natur und das soziale Netz und die Seilschaft bieten Sicherheit.
- wie das Netz dem gefangenen Fisch, so kann auch die Seilschaft dem nach Erfolg und Freiheit Strebenden zum Verhängnis werden.
- wie alles Lebende sind Vernetzungen ambivalent. Im Bewusstsein der Abhängigkeit spürt der Mensch die Fragilität der Balance von Sicherheit und Verlust.
- die Kraft der Selbsterhaltung motiviert so zu Grenzüberschreitungen, die wiederum eine eigene Dynamik bilden.
Das Leben als Seilschaft: Risiko und Demut der Abhängigkeit.
„Cordata“ werden auch die Streich- und Zupfinstrumente der Minnesänger genannt. Die nach wie vor bedeutungsvollen zwischenmenschlichen Beziehungen sind es,die damals besungen wurden und uns immer beschäftigen werden. Zur Ausstellungseröffnung spielt deshalb der Volksmusikant Reiner Dirnberger aus dem fränkischen Lauf an der Pegnitz auf seiner Gitarre.
18.05.09 - peter lang
