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Miteinander – und der Prozess dazwischen

Objekte und Zeichnungen der koreanischen Künstlerin Hyosook Moon sind ab 25. Juli in der Galerie konstatntin b. zu sehen. Die Sommerausstellung vereinigt unterschiedlichste Materialien und Techniken, eine Schau, die sinnlich erfahren werden will und deren sinnliche Entstehung nachfühlbar ist.

Die 1964 in Korea geborene Künstlerin Hyosook Moon erhielt ihre Ausbildung an der Seoul National University im Fach Bildhauerei, sowie an der Akademie der Bildenden Künste in München. Von 1988 bis 2008 nahm Sie an zahlreichen Gruppen- wie Einzelausstellungen in Deutschland und Korea teil. Ihre Arbeiten wurden bereits mehrfach ausgezeichnet.

Miteinander – und der Prozess dazwischen. Gemeint sind Prozesse bzw. Beziehungen unter Menschen, zwischen Menschen und Gegenständen wie z.B. Streit, Macht und Habgier. Auch der Katholizismus und der Buddhismus werden thematisiert und gegenübergestellt. So entstehen immer wieder Spannungen. Ebenso spielen Prozesse zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eine Rolle. Nicht nur das Endprodukt zählt, sondern ebenso der Arbeitsprozess, die Umsetzung von der ersten Idee bis zur Fertigung.

Die große Linie der Arbeiten der Künstlerin ist, trotz der von ihr sehr unterschiedlichen bearbeiteten Materialien, ein Ganzes zu schaffen. Das Zusammenfügen des Kleinen zu einem Großen ist ihre Demonstration des Miteinander. Diese sind größtenteils filigrane Schweißkonstruktionen mit reinem Kupfer.

Die Werke sind eine überraschende Mischung aus Urformgebung, ähnlich dem Modellieren, und der spanlosen Bearbeitung des Schweißens. Ein Modellieren mit dem Schweißbrenner. Das Ganze, das dem Urelement so ähnlich ist und doch etwas ganz Eigenes, Anderes, scheint anfänglich keiner Erklärung zu bedürfen, erst wenn eine Auseinandersetzung mit dem Werk stattgefunden hat, ist eine Interpretation sinnvoll und notwendig.

Neben den Kupferarbeiten werden auch einige Zeichnungen ohne Farbe gezeigt, gefertigt mit der Nähmaschine auf Nessel. Diese, von der Künstlerin mit dem Titel Horizonte versehenen Arbeiten entstanden aus der Erinnerung an Landschaften in ihrer koreanischen Heimat.

Es ist eines der Merkmale der Arbeiten, dass beim Betrachten die Leichtigkeit und Klarheit sich aufzudrängen scheinen, aber diese Vordergründigkeit kann erst durch die Konfrontation mit dem Charakter der Werke als spiegelnde Oberfläche eines tiefen Wassers erkannt werden. Desto tiefer man in die Arbeiten einzutauchen versucht, desto mehr Assoziationen kann man finden.


Die aktuelle Ausstellung ist von 25. Juli bis 06. September 2009 zu sehen.

 

21.07.09 - online redaktion

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