Immer wieder neu und jung
Auch wenn die diesjährigen Preisträger (Dew Formation) des Nachwuchswettbewerbes „Startbahn Jazz“ ihren Auftritt beim Jazzweekend absagen mussten, so steht doch die Nachwuchsförderung ganz im Vordergrund – heuer sogar förmlich: Das Plakat zeigt den Pianisten vom HDV Trio, die den Straubinger Wettbewerb für junge Jazzer 2006 gewannen.
Der Beginn des Jazzweekends ist ja schon am Donnerstag und der „prehear“ findet auf der Piazza des Gewerbeparks statt. Dort sind – dank des Sponsorings – folgende „names“ zu hören: Das Trio um den Pianisten Thomas Stelzer mit dem Feeling aus den Blues-Kneipen der 20er-Jahre macht den Anfang. Henning Wolter hat mit seinem Trio etwas ganz Besonderes im Gepäck: die Tour de France. Und um 21.00 Uhr wird mit „running hybrids“ und ihrer Frontfrau Mary Lamaro richtig die Post abgehen (ebenfalls Sonntag, 12. Juli, 20:30 Uhr am Bismarckplatz).
Junge Jazzer, aus denen sich auch „names“ werden, sind am Freitag um 18.00 und um 20.00 Uhr auf dem Bismarckplatz zu hören, das Landesjugendjazzorchester und „Jugend jazzt“. Auf dem Bismarckplatz ließen letztes Jahr bei strömendem Regen das Panzerballett des Senkrechtstarters Jan Zehrfeld keinen Zweifel an der Kompatibilität von Tank und Tanz – sie sind heuer im Thon-Dittmer-Hof zur Frühschoppenzeit am Sonntag zu erleben.
Unkonventionelles dürfte dem Besucher durchwegs in St. Oswald begegnen. Bataillon Modern „weihen“ die Kirche als neue Spielstätte mit Tuba- und Glockenspielklängen am Freitag um 19.00 Uhr ein. Am Samstag um 16.00 Uhr malt Heiko Bidmon‘s Schleierfahndung lyrische Klänge ins Kirchenschiff und am Sonntag bringen um 16.00 Uhr das Sanct Ohl Trio und um 19.00 Uhr Double Half Experimentelles zu Gehör. Neu ist auch das Fürstliche Brauhaus als Spielstätte und Lokalpatrioten sollten sich den Sonntag um 17.30 Uhr für Django‘s Castle vormerken.
Als Local Heroes dürfen weiterhin gelten: Liquid Blue, Rüdiger Eisenhauer und seine Bandkollegen sind Sonntag um 16.00 Uhr am Haidplatz anzutreffen. Im Duo mit der „sehr intuitiven“ Lisa Wahlandt steht Eisenhauer noch um 20.00 Uhr im romantischen Thon-Dittmer-Hof vor den laufenden BR-Kameras. Noch mehr „Regensburger“?
Freitag, 18.30 Uhr, Kohlenmarkt: Trio Triad Riot (Andeas Osterholt, Rolli Bohnes, Holger Stich). 18.30, Vitus: Boris Gammer Quintett. 20.30: Kaiserjazzer. 22.30, Leerer Beutel: Yankee Meier. Samstag, 11.30, Vitus: TriBob. 14.00: Ulli Knod Trio. 20.00: Blues with a Feeling. 13.30, Haidplatz: Christian Sommerers UJO. 15.30, Spitalgarten: Jazzymotion. 18.00, Kohlenmarkt: DiFusion. 22.30, Leerer Beutel: Roland Huber. Sonntag, 13.30, Fürstliches Brauhaus: Duo De Clarinettes-Basses. 16.00, Kohlenmarkt: Connewitz Connection. 20.00: The Jazz-Folk-Project. 16.00, Goldenes Fass: Dialogue. 22.30, Leerer Beutel: Rolli Bohnes. 22.30, Rive Droit: Mark Hempel.
Für weitere Connections zur Jazz-Partnerstadt Straubing stehen Dr. Jazz mit seinem Oldtime-Jazz (Samstag, 11.00 Uhr, Bismarckplatz) und Jazz4mation (Sonntag, 20.00 Uhr, Spitalgarten). Ach ja, bleibt noch der Auftritt von HDV: Wie sich David Helbock (der Kopf auf dem Jazzweekend-Plakat), Lucas Dietrich und Marc Vogel aus Dornbirn anhören – die Zeit meint, „als gäbe es kein früher“ –, kann man am Samstag um 21.00 Uhr im Leeren Beutel testen.
Das vollständige Programm samt persönlichem Festplaner ist im Internet unter www.bayerisches-jazzweekend.de aufzurufen. Wer im jazzigen Festbetrieb den Kontakt zu seinen Freunden halten will, kann zusätzlich den Dienst „frei timer“, der am Lehrstuhl Wirtschaftsgeografie, unter Professor Klein entwickelt wurde, nutzen (www.freitimer.net).
Links: www.bayerisches-jazzweekend.de, www.freitimer.de
(Fotos: Mary Lamaro, Liquide Blue / Veranstalter)9.07.09 - michael kroll
