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hinterm berg

Eine kleine, dennoch aber, oder gerade deshalb, überaus feinsinnige Ausstellung ist derzeit noch bei konstantin b. zu sehen. Schnitzarbeiten aus Südtirol, weit ab vom Klischee des Hergottschnitzers, wohl aber mit Techniken und dem "Genius loci spielend". Am kommenden Freitag, den 17. Juli 2009 von 16.00 bis 21.00 Uhr und am Samstag, den 18. Juli 2009 von 10.00 bis 13.00 Uhr ist letztmalig Gelegenheit die Ausstellung - hinterm Berg - mit Objekten und Zeichnungen von Martin Kargruber aus Petzenhofen in der galerie konstantin b. zu sehen.


Zu den Arbeiten der Schau "hinterm Berg"

Martin Kargruber lebt seit Jahren im Großraum München, bleibt jedoch in seinen Arbeiten seiner Heimat Südtirol eng verbunden. In der Ausstellung hinterm Berg werden überwiegend kleinformatige Skulpturen bzw. Objekte und Arbeitsskizzen der letzten Jahre gezeigt.
Martin Kargruber verwendet die Technik der Holzschnitzerei. Diese Technik hat eine lange Tradition, an deren Ursprung die authentische „Volkstümliche Schnitzerei“ steht. Dieser Volkskunst fühlt sich Kargruber, bedingt durch seine Ausbildung und seine Herkunft, sehr nahe und daran findet seine Arbeit ihren Anknüpfungspunkt.
Allerdings ist sein Verhältnis zur Holzschnitzerei nicht ungebrochen, scheint diese Technik doch zeitgemäßen Ausdruckmitteln zu widersprechen. Dennoch eröffnet dem Künstler die Anwendung der Holzschnitztechnik die Möglichkeit sich in seiner Arbeit auf die Volkskunst zu beziehen und daraus seine eigenen Objekte zu entwickeln. Martin Kargruber nimmt die Motive für seine Werke nicht direkt aus der Natur, sondern arbeitet aus der Erinnerung, Motivation dabei ist die Stimmung, welche die Erinnerung an früher Gesehenes hervorruft, wieder erlebbar zu machen. Es geht ihm nicht um die konkrete Wiedergabe von Dingen in seinem Umfeld, sondern um die eigene Interpretation.  In Arbeitsskizzen „notiert“ er seine Erinnerungen, bevor sie dann in Objekte bzw. Skulpturen umgesetzt werden.
In seinen Arbeiten für den öffentlichen Raum, aber auch ganz allgemein geht Martin Kargruber davon aus, dass die Umgebung die Wirkung des Objekts mitbestimmt. Er sieht das einzelne Objekt nicht unabhängig vom Ort und den Betrachter nicht unbeeinflusst von der Stimmung der Umgebung. Mit diesen Wechselwirkungen arbeitet er.

Vita des Künstlers

1965 geboren in St. Martin / Gsies-Südtirol
1980-85 Ausbildung zum Holzbildhauer
1987-92 Studium an der Akademie der Bildenden Künste München im Fach Bildhauerei bei  Prof. Hans Ladner - Diplom
1992-2004 freier Bildhauer
1996-2003 neben der freien Tätigkeit Leitung einer Werkstatt für Bildhauerei im Franziskuswerk Schönbrunn
seit 2004 Mitarbeit im Restaurierungszentrum der Bayerischen Schlösserverwaltung München

Ausstellungen
seit 1987  Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen in Südtirol und Süddeutschland

Preise und Anerkennungen
2002-2004 Bayerische Atelierförderung für bildende Künstler
1992 Stipendium des Bayerischen Kultusministeriums für die Sommerakademie Salzburg
1988 1. Preis im künstlerischen Wettbewerb „Wege zum Museum“, Bruneck / Südtirol

Arbeiten im öffentlichen Raum (Auswahl)
2000 „Horizont“ Skulptur für den Friedhof Taisten / Südtirol
1999 Brunnen für St. Magdalena Gsies / Südtirol
1999 Bildnis „Lena Christ“ Ruhmeshalle München
1998 Friedensweg Kaltern Stuhl und Treppe auf Erdaufschüttung – Kaltern St. Peter in Altenburg / Südtirol

Martin Kargruber lebt mit seiner Familie in Petzenhofen

Die Galerie ist jeden Freitag von 16.00 bis 21.00 Uhr geöffnet und nach Vereinbarung.

 

15.07.09 - online redaktion

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