Bildung kommt vom Bild
Bildende Kunst, das Bild per se, bedarf keiner Erklärung. Wenn aber auf der Vernissage das Prosecco-Glas das einzige ist, woran man sich festhalten kann, so kann eine Leitlinie, eine Interpretation und Erläuterung dienlich sein, sich in die Gedankenwelt des Künstlers hineinzufinden und das Werk in seinem Kontext zu verstehen. „Werkbetrachtung im Leeren Beutel“ war das Pilotprojekt betitelt, in dem sich Studierende des Fachs Kunsterziehung und des Seminars „Bildende Kunst I“ zu Bildanalyse und Diskussion trafen und sich als Museumspädagogen betätigten.
Es war der Start einer Kooperation zwischen Prof. Dr. Birgit Eiglsperger, Lehrstuhl für Kunsterziehung und Herrn Dr. Reiner Meyer, Städtische Galerie Leerer Beutel. Im Rahmen des Hauptseminars „Werkanalyse und ästhetische Theorien“ stellen Studierende des Instituts der Kunsterziehung ausgewählte Werke der Städtischen Galerie „Leerer Beutel“ unter werkanalytischen Aspekten vor und bilden damit die Grundlage für eine gemeinsame Diskussion vor Ort.
Begrüßenswert: Die Zusammenarbeit mit und Einbindung der Städtischen Galerie. Die Kooperation mit der Universität Regensburg setzt Synergieeffekte frei und rückt die Galerie wieder mehr ins Blickfeld.
Wünschenswert: Bildanalysen ausgesuchter Werke (durch Studierende oder Dozenten) im Rahmen von beispielsweise Matineen oder regelmäßigen Veranstaltungen (ohne Anmeldung! ohne Eintrittsgeld zu erheben!) nach dem Vorbild der „Werkbetrachtung“
Wenngleich nur eine kleine Schar Studierender das Pilotprojekt begleitete, wenngleich sich die Veranstaltung (zunächst nur) an Studierende wandte und erste Schritte hin zur Museumspädagogik unternommen wurden, es zeigte sich klar, dass „Werkbetrachtung“ ein ausbau- und tragfähiges Konzept darstellt, das Multiplikatoren an Kunst heranzuführen vermag.
4.07.09 - peter lang
