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Unter dem Titel "..,- Punkt Punkt Komma Strich" zeigt die Galerie ArtAffair acht Positionen aktueller Illustration und Kunst. Die Grenzen zwischen Illustration und Kunst sind fließend. Ist der Illustrator Künstler, wenn er zweckentbundene Werke schafft? Oder ist er Illustrator, bzw. Grafikdesigner, wenn er Illustrationen zu einem Text beisteuert?

 Die Ausstellung veranschaulicht unterschiedliche Facetten der Illustrationskunst und führt den Betrachter so in die verschiedenen Illustrationsbereiche ein. Daneben werden Raumzeichnungen und ´Buchkunst´ gezeigt.
Rafael Alvaréz zeigt seinen virtuosen Umgang mit dem Zeichenstift, der Tinte und dem Medium des Computers an Hand von Arbeiten die wie Tagträume wirken. Aus verlaufenen Kaffeeflecken blicken den Betrachter, nicht beim ersten Blick, nur bei genauerem Hinsehen, menschliche Gesichter an. Seine erzählerischen Comicstrips
sind durchaus mit einer gewissen Prise Humor versehen.
Anne Lück arbeitet seit 2006 als freiberufliche Illustratorin für Magazine wie Fortune, Latina, Indie, Annabelle, Die Zeit und die deutsche Cosmopolitan. Daneben hat sie bereits an mehreren Ausstellungen teilgenommen. In Regensburg präsentiert sie Unikate, poetische Collagen, die an die Zeit des Jugendstil erinnern.
Als motivischer Schwerpunkt ihrer Arbeit ist vor allem die Darstellung weiblicher Protagonisten zu sehen, so wie Louiza, das etwas unbeholfene Mädchen, mit der grossen schwarzen Brille.
Die gebürtige Regensburgerin Silja Götz, die ihren Lebensmittelpunkt nach Madrid verlegt hat, arbeitet sehr linear, ebenfalls an den Jugendstil erinnernd und schafft es teils surrealistische Motive mit viel Witz und Charme, sehr reduziert in Schwarz-Rot wiederzugeben. Vor allem in der Zeitschrift NEON sind ihre Arbeiten zu bewundern.
Henning Ziegler aus Berlin illustriert vorzugsweise Schul- und Lehrbücher und ist daneben auch als Redakteur tätig. In Regensburg zeigt er seine eben erst entstandene Serie mit Berliner Straßenszenen. In zurückgenommener Farbigkeit arbeitet er Momentaufnahmen des Berliner Alltags heraus, bei denen vor allem
auch das typisch Marode Berlins zum Ausdruck kommt.
Der gebürtige Weidener Thomas Hart stellt erstmals seit langer Zeit eine Auswahl seiner Werke wieder in Regensburg aus. Er arbeitet viel in Serien, meist mit dem Zeichenstift, fertigt Objekte und ironische Installationen und malt auch in Öl. Ein vielseitiger Künstler, dessen Inhalte zudem auch noch ziemlich breit gefächert sind.
Gezeigt wird eine Auswahl seiner Zeichnungen, die illustrativ und erzählerisch sind.
Die Raumzeichnungen des gebürtigen Polen Janusz Grünspek entstehen aus filigranen Holzstäbchen, die ganze Arbeitszimmer, bis hin ins winzigste Detail entstehen lassen. Täuschend echt erscheinen seine kleinformatigen Bleistiftzeichnungen auf Leinwand. Motive sind hier von der Kunst eher vernachlässigte Objekte wie Steckdosen, Nägel und Lichtschalter.
Wolfgang Schlett arbeitet mit Büchern und zwar nur mit solchen, die sonst weggeworfen werden. Dies erteilt ihm die ´Legitimation` um das schriftlich fixierte Gedankengut zu schneiden, zu beizen und zu verkleben.
Gezeigt werden unter anderem Objekte, die aus einzelnen Buchseiten zusammengefügt sind. Alle Seiten eines Buches werden zu einem Objekt verarbeitet, das die Existenz des Inhalts bewahrt, auch wenn er nicht mehr lesbar ist.
Die gebürtige Österreicherin Julia Tschaikner ist eine kompromisslose und dennoch flexible Künstlerin. Die freie Malerei beherrscht sie ebenso virtuos wie den Umgang mit den neuen Medien. In den hier gezeigten Arbeiten interpretiert sie die ´Buchkunst´ ganz neu, indem sie kleine Malereien in Öl auf das Leinen von Buchdeckeln bringt.
Ein Teil der Künstler wird zur Vernissage anwesend sein.

13. August bis zum 12. September 2010

ART AFFAIR
Neue-Waag-Gasse 2
Tel 0941.5999591
www.art-affair.net

 

 

9.08.10 - peter lang

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